In Zusammenarbeit mit dem Institut für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH Aachen
Der Fallturmprüfstand ist eine leistungsstarke Einrichtung, die in der Struktur- und Werkstoffprüfung vielfältige Einsatzmöglichkeiten bietet. Er ermöglicht die genaue Untersuchung des Energieabsorptionsverhaltens von Strukturen und Werkstoffen in verschiedenen Szenarien. Ein wichtiger Anwendungsbereich des Fallturmprüfstands liegt in der Durchführung kostengünstiger und reproduzierbarer, dynamischer Versuche von Profilen (z.B. Crashboxen), die sowohl axial als auch auf Biegung belastet werden können. Hierbei können verschiedene Aufprallkonfigurationen simuliert und das Verhalten von Materialien und Strukturen analysiert werden. Darüber hinaus wird der Prüfstand auch für die Nachbildung von Aufprallszenarien im Rahmen des Fußgängerschutzes eingesetzt.
Der Fallturmprüfstand verfügt über eine variable Auswahl an Fallmassen, die von 3,5 kg bis zu 800 kg reichen. Die maximale Aufprallgeschwindigkeit beträgt 42 km/h. Durch die präzise Erfassung der Impactorverzögerungen, -wege und Reaktionskräfte mit einer Datenerfassungsrate von 100 kHz können detaillierte Informationen über das Verhalten von Strukturen und Werkstoffen gewonnen werden. Zusätzlich stehen digitale High-Speed-Videosysteme zur Verfügung, die Aufnahmen mit bis zu 5000 Bildern pro Sekunde ermöglichen.
Bewegungen der Strukturen und Werkstoffe
Der Fallturmprüfstand bietet zudem eine maximale Wegmessung von 500 mm, wodurch die Bewegungen der Strukturen und Werkstoffe während des Aufpralls genau erfasst werden können. Diese umfangreichen technischen Möglichkeiten ermöglichen es Forschern und Ingenieuren, das Verhalten von Strukturen und Materialien unter realitätsnahen Bedingungen zu untersuchen und wichtige Erkenntnisse für die Entwicklung sicherer und effizienter Komponenten zu gewinnen.
Insgesamt ist der Fallturmprüfstand eine wertvolle Einrichtung für die Struktur- und Werkstoffprüfung, die es ermöglicht, das Energieabsorptionsverhalten von Strukturen und Materialien in verschiedenen Anwendungsbereichen zu erforschen und die Sicherheit und Leistungsfähigkeit von Komponenten zu verbessern.
