In Zusammenarbeit mit dem Institut für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH Aachen
Der Karosseriesteifigkeitsprüfstand ist ein wichtiger Prüfstand zur Bestimmung der strukturellen Steifigkeit einer Fahrzeugkarosserie. Er wird eingesetzt, um die Torsions- und Biegesteifigkeit einer Karosserie zu ermitteln und den Steifigkeitsverlauf zu analysieren.
Bei diesem Prüfstand können Karosserien mit und ohne Anbauteile getestet werden. Die maximale Fahrzeuglänge beträgt 6 Meter, was eine Vielzahl von Fahrzeugmodellen abdeckt. Um die Torsionssteifigkeit zu messen, werden Torsionsmomente von 1000 Nm, 2000 Nm und 3000 Nm in die Federbeindome der Karosserie eingeleitet. Die Biegesteifigkeit wird mittels Auflasten der Karosserie an den Sitzpositionen ermittelt.
60 Messstellen
Während der Tests werden jeweils die Verschiebungen an etwa 60 Messstellen aufgezeichnet.
Die Ergebnisse dieser Messungen sind für die Fahrzeugentwicklung von großer Bedeutung. Sie ermöglichen es den Ingenieuren, Schwachstellen in der Karosseriestruktur zu identifizieren und gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Steifigkeit und somit der Fahrzeugsicherheit zu ergreifen. Darüber hinaus dienen die Messdaten als Grundlage für die Entwicklung von Simulationsmodellen und zur Validierung von Berechnungsverfahren.
Der Karosseriesteifigkeitsprüfstand ist somit ein unverzichtbares Werkzeug in der Automobilindustrie, um die strukturelle Steifigkeit von Fahrzeugkarosserien zu untersuchen und die Sicherheit und Qualität von Fahrzeugen kontinuierlich zu verbessern.
