In Zusammenarbeit mit dem Institut für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH Aachen
Der Wärmeleitprüfstand ist ein wichtiges Gerät zur Bestimmung der Wärmeleitfähigkeit verschiedener Materialien. Er findet Anwendung in verschiedenen Einsatzgebieten, um den Wärmedurchgangskoeffizienten von Kunststoffen, Schäumen, Geweben, Metallen und anderen Materialien zu bestimmen. Zusätzlich ermöglicht er die Bestimmung von Kontaktwiderständen in Abhängigkeit von Anpressdrücken für verschiedene Oberflächenpaarungen.
Der Prüfstand deckt einen Temperaturbereich von -20 °C bis +200 °C ab, was eine breite Palette von Testmöglichkeiten ermöglicht. Durch die Variation des Anpressdrucks können unterschiedliche Kontaktwiderstände zwischen den Materialoberflächen simuliert und gemessen werden. Die Probengeometrie beträgt 50 mm x 50 mm bei einer variablen Dicke von 1 bis 50 mm, um unterschiedliche Probengrößen und -formen zu berücksichtigen.
Der Ablauf der Prüfung
Während des Tests wird die Wärmeleitfähigkeit der Probe gemessen, indem eine Wärmequelle an einer Seite der Probe angelegt wird und die Wärme über die Probe geleitet wird. Die Temperaturdifferenz über die Probe wird kontinuierlich überwacht, um den Wärmefluss zu berechnen und damit die Wärmeleitfähigkeit zu bestimmen.
Die Ergebnisse dieser Messungen liefern wichtige Informationen über die Wärmeübertragungseigenschaften der Materialien. Sie ermöglichen es Ingenieuren und Forschern, das thermische Verhalten von Bauteilen und Materialien zu analysieren, Wärmedämmungsmaßnahmen zu entwickeln und die Effizienz von Wärmeübertragungsprozessen zu verbessern.
Der Wärmeleitprüfstand ist somit ein unverzichtbares Werkzeug in der Materialentwicklung, der Bauteiloptimierung und der Forschung im Bereich der Wärmeübertragung. Er trägt dazu bei, die thermischen Eigenschaften von Materialien besser zu verstehen und die Leistungsfähigkeit von Produkten und Systemen zu verbessern, indem die Wärmeübertragungseffizienz maximiert wird.
