fka erprobt automatisiertes und vernetztes Fahren in der Stadt Hamburg

Die fka aus Aachen hat als Partner der Automobilindustrie alle Genehmigungsprozesse durchlaufen und eine Genehmigung für Fahrten mit ihrem automatisierten Erprobungsfahrzeug in der Hansestadt erhalten.

Einen Einblick in ihre Arbeit gewährt die fka aktuell beim ITS World Congress in Hamburg.

Hamburg, 15. Oktober 2021 – Nicht nur im Silicon Valley, auch in Hamburg fahren automatisierte und vernetzte Fahrzeuge im Straßenverkehr. Die fka aus Aachen hat als Partner der Automobilindustrie alle Genehmigungsprozesse durchlaufen und eine Genehmigung für Fahrten mit ihrem automatisierten Erprobungsfahrzeug in der Hansestadt erhalten. Dort erprobt das Aachener Unternehmen im öffentlichen Verkehr.
 

Einen Einblick in ihre Arbeit gewährt die fka aktuell beim ITS World Congress in Hamburg. Der ITS World Congress ist die größte Veranstaltung, die sich mit intelligenter Mobilität und der Digitalisierung des Verkehrs befasst. Das Event verschreibt sich der intelligenten Mobilität der Zukunft, weshalb für das Erprobungsfahrzeug der fka in diesem Jahr kein Weg an Hamburg vorbeigeführt hat.

Die Stadt Hamburg hat in den letzten Jahren die Infrastruktur für das automatisierte und vernetzte Fahren vor Ort geschaffen, insbesondere mit der Teststrecke für automatisiertes und vernetztes Fahren (TAVF). Diese Infrastruktur nutzt die fka, um die Erprobung des automatisierten und vernetzten Fahrens im öffentlichen Verkehr zu ermöglichen.

Im Rahmen des Projekts L3Pilot konnte die fka bereits automatisierte Fahrfunktionen im öffentlichen Straßenverehr in Aachen erproben. Das europäische Forschungsprojekt, das auf dem ITS World Congress mit dem Final Event abgeschlossen wird, zeigt automatisierte Fahrfunktionen in der Stadt Hamburg und auf Autobahnen in der Umgebung. Eines der eingesetzten Fahrzeuge ist das Erprobungsfahrzeug der fka.

Das Fahrzeug ist speziell für die Entwicklung sowie Erprobung von Assistenz- und Automatisierungsfunktionen ausgerüstet. Dazu gehört eine umfangreiche Ausstattung mit Sensoren für die Wahrnehmung des Fahrzeugumfeldes. Lidar-, Radarsensoren, sowie Kameras erfassen relevante Objekte rund um das Fahrzeug.

Über eine Kommunikationsschnittstelle nach dem IEEE 802.11p-Standard kann das Fahrzeug drahtlos extern verfügbare Informationen empfangen, z.B. von Infrastruktursensoren. Die aktuelle Position des Fahrzeugs und sein Bewegungszustand kann bei Bedarf hochgenau über ein RTK-GNSS-System (Real Time Kinematik Global Navigation Satellite System) bestimmt werden. In den urbanen Fahrsituationen werden zur hochgenauen Positionierung ebenfalls die Lidar-Sensoren genutzt. Somit ist sowohl eine Lokalisierung in der Umgebung als auch die Erfassung aller statischen und dynamischen Objekte im Umfeld (z.B. andere Verkehrsteilnehmende) möglich.

Die Messdaten werden analysiert, aus verschiedenen Sensorquellen fusioniert und interpretiert, sodass ein vollumfängliches Bild der Fahrzeugumgebung entsteht. Darüber hinaus werden Fahrentscheidungen und zukünftige Aktionen anderer Verkehrsteilnehmender prädiziert. Auf der Grundlage dieses Umfeld-Modells leitet sich das für die Fahrsituation optimale Verhalten ab. Mit den Vorgaben dieser Entscheidung wird eine sichere und komfortable Trajektorie für das automatisierte Fahrzeug geplant. Ein Folgeregler errechnet daraus die notwendigen Stellsignale zur Ansteuerung der Fahrzeugschnittstellen für die Längs- und Querführung.

Mit diesem Erprobungsfahrzeug präsentiert die fka beim ITS in Hamburg der Öffentlichkeit Erprobungsfahrten und bietet den Teilnehmenden des Kongresses an, das automatisierte Fahren selbst zu erleben. In den Wochen vor und während des Events erprobt die fka etwa 1000 km im städtischen Bereich und sammelt so wertvolle Erfahrungen, die zur weiteren Entwicklung und Absicherung des automatisierten Fahrens genutzt werden können.

Durch die Arbeit in nationalen und internationalen Projekten sowie Testfahrten am Campus Melaten in Aachen und nun auf der Teststrecke für automatisiertes und vernetztes Fahren (TAVF) in Hamburg konnte die fka automatisiertes und vernetztes Fahren im realen Straßenverkehr erproben und damit auf umfassende Erfahrungswerte in Bezug auf die Entwicklung, Absicherung und Genehmigungsprozesse für automatisierte Erprobungsfahrzeuge zurückgreifen.

Über die fka

Die fka ist seit 40 Jahren international als innovativer Entwicklungsdienstleister für die Mobilitätsindustrie bekannt. Die Welt durch das Entwickeln von Ideen und Kreieren von Innovationen anzutreiben ist das Leitbild, welches sich das 160 Mitarbeiter*innen starke Team der fka auf die Fahne geschrieben hat.

Unsere Leidenschaft für eine effiziente, sichere und faszinierende Mobilität beflügelt das gesamte Team. Als eine der ersten Firmen am Aachener Campus bewies das Spin-Off des Instituts für Kraftfahrzeuge der RWTH Aachen University früh Weitblick. Interdisziplinäre Kompetenz rund um die Mobilität und technologische Visionen sind in Kombination mit den Vorteilen des inspirierenden, kreativen Standortes der Treibstoff der fka. Ideen, Innovationen und einzigartige Methodenkompetenz werden zu fundierten und abgesicherten Lösungen geformt, die den Kunden der fka bei vielfältigen Fragestellungen den notwendigen Vorsprung verschafft.

Ein komplettes Dienstleistungsspektrum, das von der Beratung und Konzeption, über die Simulation und Konstruktion, bis hin zum Prototypenbau und zur experimentellen Erprobung reicht, bildet hierbei die Grundlage.

Mit dem Leitspruch „creating ideas & driving innovations“ hat das Team schon jetzt die Mobilität der Zukunft stets vor Augen.

40 Jahre „Creating Ideas & Driving Innovations“ in Aachen

  • Die fka GmbH feiert am 12. Juni ihr 40-jähriges Jubiläum
  • Seit 40 Jahren steht der Entwicklungsdienstleister aus Aachen für Innovation, Kompetenz und Leidenschaft für die Mobilität der Zukunft

Aachen, 11. Juni: 1981 hat Prof. Jürgen Helling die fka GmbH unter dem damaligen Namen „fka Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen mbH, Aachen“ gegründet. In 40 Jahren hat sich die fka zu einem eigenständigen und international agierenden Unternehmen entwickelt, das seinen Kern – die Nähe zur Universität und Forschung – jedoch nicht aufgegeben hat.

Das Ziel der fka bei ihrer Gründung lag darin, eine Schnittstelle zwischen der Industrie und Universität zu etablieren. Dabei konnte sich die fka gemäß dem Motto „Creating Ideas & Driving Innovations“ in den vergangenen 40 Jahren einen Namen als Innovationstreiber auf dem Gebiet der Mobilität erarbeiten. Als attraktiver Arbeitgeber bietet die fka auch heute noch vielen RWTH-Beschäftigten über ihre Assistenz- und Promotionszeit hinaus einen vielfältigen und spannenden Arbeitsplatz in Aachen.

Interdisziplinarität wird großgeschrieben

Die fka ist auf vielen verschiedenen Fachgebieten aktiv: Akustik, Antrieb, Automatisiertes Fahren, Elektrik & Elektronik, Fahrwerk, Fahrzeugkonzepte, HMI, Karosserie, Thermomanagement, User Experience sowie Reifentechnologie. Sie bietet ihren Kunden auf diesen Gebieten von der Dienstleistung über das Testing und Benchmarking, den Prototypenbau bis hin zur Beratung ein großes Leistungsspektrum an.

Die Interdisziplinarität und die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Fachgebieten sind hierbei die Besonderheit der fka. So gelingt es den Mitarbeiter*innen immer wieder, ganzheitliche Innovationen zu schaffen und das Gesamtfahrzeug nie aus den Augen zu verlieren.

160 motivierte Mitarbeiter*innen mit Leidenschaft für zukünftige Mobilität

Mit ihren kompetenten und innovativen Mitarbeiter*innen arbeitet die fka jeden Tag zusammen mit ihren Kunden und Partnern an Konzepten für die Mobilität von morgen. Langjährige und erfahrene festangestellte Mitarbeiter*innen werden von zahlreichen Auszubildenden und studentischen Hilfskräften unterstützt. „Unsere jüngeren Kolleg*innen erleben so während der Arbeit die fka-Philosophie und die Leidenschaft für Mobilität und Teamwork. Mit diesem eingespielten Team aus jungen und erfahrenen Mitarbeiter*innen sind wir in der Lage, schnell auf Trends zu reagieren, diese zu bewerten und so neue Innovationen zu gestalten“, sagte Jens Kotte, Geschäftsführer der fka.

Starkes Wachstum in vier Jahrzehnten

Das starke Wachstum der fka in den letzten Jahren hat zu einigen räumlichen Veränderungen geführt. Zunächst waren fka und ika gemeinsam in der Aachener Innenstadt angesiedelt. Im Zuge der Fertigstellung des ika-Neubaus im Jahr 1995 zog die fka gemeinsam mit dem ika an den heutigen Campus Melaten.

Durch das starke Kooperationsnetzwerk hat die fka Zugriff auf eine breite Infrastruktur an Simulations- und Testwerkzeugen. Dazu zählen Prüfstände, wie z. B. eine Crashbahn, ein hochdynamischer Fahrsimulator, Antriebsprüfstände und viele mehr. Die fka verfügt mit dem MTS Flat-Trac® IV CT plus zudem selbst über den modernsten und leistungsstärksten frei zugänglichen Flachbahn-Reifenprüfstand in Europa.

Einzigartiger Reifenprüfstand in Aachen

Hiermit kann die fka Reifen auf einer flachen Oberfläche mit einer Geschwindigkeit von bis zu 250 km/h testen. Während der Messung zeichnet der Flat-Trac nicht nur alle relevanten Kräfte und Momente auf, sondern auch diverse Zusatzinformationen wie Reifentemperaturen an verschiedenen Stellen oder den Fülldruck. Der Prüfstand kommt sowohl in Industrie- als auch in Forschungsprojekten zum Einsatz.

Einsatzmöglichkeiten sind die Erfassung quasi-stationärer sowie transienter Kraftübertragungseigenschaften, die Beurteilung von Schräglaufsteifigkeit, Einlauflänge, die Erfassung von hochdynamischen Brems- und Antriebsschlupfeigenschaften, die Ermittlung von dynamischen Vertikalsteifigkeiten sowie Hochgeschwindigkeitsversuche und Fahrprofil-Nachbildungen.

Eigener Versuchsträger für das automatisierte Fahren

Die fka verfügt über die Methoden und Technologien, um prototypische Entwicklungen von automatisierten Fahrfunktionen im fka-Erprobungsfahrzeug zu testen. Darüber hinaus können auch Fahrzeuge von Kunden nach deren Anforderungen umgebaut und ausgestattet werden.

Das von der fka konzipierte und aufgebaute Forschungsfahrzeug ist für die Entwicklung sowie Erprobung von Assistenz- und Automatisierungsfunktionen ausgerüstet. Dazu gehört eine Ausstattung mit Sensoren für die Wahrnehmung des Fahrzeugumfeldes. Lidar-, Radar- und Ultraschallsensoren sowie Kameras erfassen relevante Objekte um das Fahrzeug. Über eine Kommunikationsschnittstelle nach dem IEEE 802.11p-Standard kann das Fahrzeug drahtlos extern verfügbare Informationen empfangen und bereitstellen. Die aktuelle Position des Fahrzeugs und sein Bewegungszustand können bei Bedarf über ein RTK-GNSS-System (Real Time Kinematik) getrackt werden.

Um Kunden die Möglichkeit zur eigenen Erprobung zu geben, bietet die fka auch vollständige oder ergänzende Umbauten von Fahrzeugen an. Dies beinhaltet sowohl die Konzeption, die Umsetzung und den Einbau von Hardwarelösungen als auch die Implementierung notwendiger Softwarearchitekturen. Begleitend können dazu bei Bedarf auch geforderte Sicherheitskonzepte und -mechanismen erarbeitet werden.

Trends und Innovationen aus den USA aus erster Hand

Die fka unterhält eine Tochtergesellschaft im Silicon Valley in den USA, die fka SV. Sie bildet eine Brücke zwischen deutscher Ingenieurtechnik und den Softwarekonzernen und Start-ups im Valley. Mit dem statischen Fahrsimulator kann Forschungsarbeit direkt vor Ort geleistet werden, ein baugleicher Simulator in Aachen ermöglicht vergleichende Studien mit Proband*innen aus Nordamerika und Europa.

Ausblick auf die nächsten Jahre

Die fka wird in den kommenden Jahren weiterhin mit Hochdruck an einer effizienten, sicheren und faszinierenden Mobilität der Zukunft arbeiten. „Wie auch in den letzten Jahren wird das Thema der Nachhaltigkeit im Fokus unserer Innovationen und Entwicklungen stehen. Wir werden die Nachhaltigkeit der Fahrzeuge ganzheitlich betrachten und mit neuen kreativen Ideen weiterentwickeln“, so Jens Kotte.

Zudem müssen die Fahrzeugnutzer*innen immer berücksichtigt werden, weshalb die fka für Nutzerstudien aus ihrem eigenen Pool an Proband*innen schöpfen kann und diesen auch ihren Kunden zugänglich macht.

Neben der Entwicklung von Methoden für die Absicherung und Entwicklung automatisierter Fahrzeuge arbeitet die fka daran, dem Fahrzeug das Hören beizubringen. Diese Funktion bietet z.B. bei der Sirenenerkennung von Einsatzfahrzeugen enorme Sicherheitsvorteile.

Zudem hat die fka in den letzten Jahren unter anderem mit levelXdata erfolgreich Drohnen eingesetzt, um qualitativ hochwertige Realverkehrsdaten für die Weiterentwicklung von KI-basierten Algorithmen zu liefern.

Jens Kotte: „Als Forschungseinrichtung, kreativer Ideengeber und Innovationstreiber hat die fka in den vergangenen 40 Jahren großartige Arbeit geleistet und wird dies auch in Zukunft weiterhin tun.“

fka GmbH und ASAP Gruppe schließen Kooperation – gemeinsam und mit technischem Weitblick in die Mobilität in der Zukunft

  • Mit der fka GmbH und der ASAP Gruppe kommen zwei starke Partner zusammen, die nicht nur von der Mobilität von morgen träumen, sondern diese durch die Nutzung von Synergien und die Bündelung ihrer Kompetenzen schon heute aktiv gestalten
  • Die Megatrends in der Automobilindustrie immer im Blick, gehen die Unternehmen ab sofort gemeinsam innovative Wege in potentiellen Forschungs- und Vorentwicklungsprojekten sowie in Serienentwicklungsprojekten
  • Im Fokus stehen zukunftsorientierte Technologien wie E-Mobilität, ADAS/AD und Connectivity

Aachen, 21. April 2021: Nicht nur beide Unternehmen sollen von der erarbeiteten Kooperationsvereinbarung profitieren, sondern vor allem die gemeinsamen Kunden. Durch ihre Kooperation erweitern die fka und die ASAP Gruppe die Durchgängigkeit ihrer Leistungen, technischen Ressourcen, Kapazitäten, Prüfstands-Infrastrukturen und Netzwerke.

Starke Kooperationspartner

„Die ASAP Gruppe erfüllt alle unsere Voraussetzungen für einen starken Kooperationspartner. Getreu unseres Mottos ‚creating ideas & driving innovations‘ entwickeln wir bei der fka eine sichere, effiziente und begeisternde Mobilität der Zukunft für unsere Kunden – in Kooperation mit ASAP können wir dabei unsere Leistungsstärke und unser Spektrum an fachlicher Expertise nochmals erweitern. Als Automotive-Experte bringt ASAP das nötige Verständnis für die Kundenbedürfnisse und einen ganzheitlichen Blick auf die Fahrzeugentwicklung sowie das entsprechende Netzwerk mit“, sagte Jens Kotte, Geschäftsführer der fka.

Und auch Michael Neisen, CEO der ASAP Gruppe, blickt mit Vorfreude auf die gemeinsamen Projekte: „Mit ihrem klaren Fokus auf zukunftsorientierte Technologien der Automobilindustrie ergänzen sich die ASAP Gruppe und die fka nicht nur kulturell, sondern auch fachlich hervorragend. Durch unsere Kooperation schaffen wir eine gemeinsame Basis für weiteres Wachstum beider Unternehmen und nochmals gesteigerten Nutzen für unsere Kunden. Zielsetzungen unserer Kooperation sind zusätzlich die beidseitige Erweiterung der Erprobungs- und Vertriebskapazitäten und schlussendlich auch die gemeinsame Erschließung von Neukunden.“

Gemeinsame Projekte für die Mobilität der Zukunft

Welche Projekte in den Startlöchern stehen, wollten Kotte und Neisen noch nicht verraten, doch beide Unternehmen befinden sich in intensiven Gesprächen mit diversen Projektpartnern und Kunden. Sicher ist, dass in dieser Kooperation innovative und zukunftsorientierte Trends sowie Entwicklungen für die globale Automobil- und Zulieferindustrie in den Bereichen E-Mobilität, ADAS/AD und Connectivity entstehen werden, die ihr Potential in Serienentwicklungsprojekten voll entfalten können.


Über die ASAP Gruppe

Am 01. Januar 2010 startete die ASAP Gruppe als Zusammenschluss bereits am Markt bestehender und neu gegründeter Unternehmen. Aktuell ist der Dienstleister mit über 1.250 Mitarbeitern an 11 Standorten vertreten. Als Partner der Automobilindustrie bietet die ASAP Gruppe umfassende Entwicklungsleistungen mit Fokus auf Megatrends wie E-Mobilität, Autonomes Fahren und Connectivity. Den strategischen Schwerpunkt legt ASAP auf die zukunftsorientierten Technologiefelder der Elektronikentwicklung wie der Systemintegration, der Softwareentwicklung, der Fahrzeugsimulation, der Erprobung und der Entwicklung von Prüfsystemen. Auch in den Bereichen Fahrzeugbau, Bordnetzentwicklung und CAD-Engineering unterstützt ASAP seine Kunden. Ergänzt wird das Portfolio um Querschnittsthemen aus dem Projekt-, Prozess- und Qualitätsmanagement sowie globale technische Dienstleistungen.

Über die fka

Die fka ist seit 40 Jahren international als innovativer Entwicklungsdienstleister für die Mobilitätsindustrie bekannt. Die Welt durch das Entwickeln von Ideen und Kreieren von Innovationen anzutreiben, ist das Leitbild welches sich das 160 Mitarbeiter*innen starke Team der fka auf die Fahne geschrieben hat.

Das Team beflügelt die Leidenschaft für eine effiziente, sichere und faszinierende Mobilität. Als eine der ersten Firmen am Aachener Campus bewies das Spin-Off des Instituts für Kraftfahrzeuge der RWTH Aachen University früh Weitblick. Interdisziplinäre Kompetenz rund um die Mobilität und technologische Visionen sind in Kombination mit den Vorteilen des inspirierend kreativen Standortes der Treibstoff der fka. Ideen, Innovationen und einzigartige Methodenkompetenz werden zu fundierten und abgesicherten Lösungen geformt, die den Kunden der fka bei vielfältigen Fragestellungen den notwendigen Vorsprung verschafft.

Ein komplettes Dienstleistungsspektrum, das von der Beratung und Konzeption über die Simulation und Konstruktion bis hin zum Prototypenbau und zur experimentellen Erprobung reicht, bildet hierbei die Grundlage.

Mit dem Leitspruch „creating ideas & driving innovations“ hat das Team schon jetzt die Mobilität der Zukunft stets vor Augen.

Bundesrat fordert, dass autonome Fahrzeuge hören können – fka hat die entsprechende Funktion bereits entwickelt

  • Autonome Fahrzeuge sollen in der Lage sein, Einsatzfahrzeuge anhand des Blaulichts und der Sirenen zu erkennen und auch entsprechend eigenständig zu reagieren
  • fka arbeitet bereits seit über drei Jahren am Hörsinn des Fahrzeugs und hat KI-basierte Algorithmen und geeignete Außenmikrofone entwickelt

Aachen, April 2021: In einer Stellungnahme zum Gesetzentwurf zum autonomen Fahren spricht sich der Bundesrat dafür aus, dass autonome Fahrzeuge Blaulicht zusammen mit dem Einsatzhorn erkennen und berücksichtigen sollten. Autonome Fahrzeuge müssen die Straßenverkehrsordnung (StVO) verlässlich einhalten, damit andere Verkehrsteilnehmer auf sie vertrauen können. Polizei oder Rettungsdienste sind aber in einigen Situationen von der Straßenverkehrsordnung ausgenommen und verschaffen sich in diesen Situationen mittels der Sirene Gehör.

Deswegen regt der Bundesrat an, dass autonome Fahrzeuge eine Technik verbaut haben und entsprechend programmiert werden sollten, damit sie die Einsatzfahrzeuge erkennen und die Fahrbahn entsprechend freimachen.

fka GmbH hat entsprechende Funktionen bereits entwickelt

Der in Aachen ansässige Forschungs- und Entwicklungsdienstleister fka arbeitet bereits seit über drei Jahren im Projekt Sonic Intelligence zusammen mit seinem Kooperationspartner, dem Institut für Kraftfahrzeuge der RWTH Aachen University, an der Entwicklung der Hörfunktion für autonome Fahrzeuge. So haben die Experten und Expertinnen der fka bereits KI-basierte Algorithmen und geeignete Außenmikrofone entwickelt, die den Hörsinn des Fahrzeugs abbilden können und erlebbar machen.

Aktueller Entwicklungsstand des hörenden Fahrzeugs

Das aktuelle System ist lernfähig und ermöglicht Updates. So können neue Funktionen in das im Fahrzeug fest untergebrachte System integriert werden. Es wurde zudem ein für diese Anwendung spezifischer sowie wetterfester Sensor entwickelt und das System ist in der Lage, Geräusche in einem Umkreis von 360° zu erkennen und zu verorten. Das System erkennt die Signale eines sich nähernden Martinshorns von Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst und informiert den Fahrer oder das automatisierte Fahrzeug, aus welcher Richtung das Einsatzfahrzeug sich nähert. Davon abhängig erhalten der Fahrer oder das System Verhaltensempfehlungen, zum Beispiel rechts heranzufahren oder aber – auf Autobahnen – eine Rettungsgasse zu bilden.

Neben der Erkennung von Martinshörnern sind diverse andere Anwendungen der Sonic Intelligence Technologie denkbar: Hupen, Rückfahrsignale von LKW, Straßenbahnsignale, Notruffunktionen von außen, Erkennung der Straßeneigenschaften, Überwachung der Fahrzeugeigenschaften sowie die Spracherkennung und -steuerung.

Hier erfahren Sie mehr über das Projekt Sonic Intelligence und die verschiedenen Use Cases.


Über die fka

Die fka ist seit 40 Jahren international als innovativer Entwicklungsdienstleister für die Mobilitätsindustrie bekannt. Die Welt durch das Entwickeln von Ideen und Kreieren von Innovationen anzutreiben, ist das Leitbild welches sich das 160 Mitarbeiter*innen starke Team der fka auf die Fahne geschrieben hat.

Das Team beflügelt die Leidenschaft für eine effiziente, sichere und faszinierende Mobilität. Als eine der ersten Firmen am Aachener Campus bewies das Spin-Off des Instituts für Kraftfahrzeuge der RWTH Aachen University früh Weitblick. Interdisziplinäre Kompetenz rund um die Mobilität und technologische Visionen sind in Kombination mit den Vorteilen des inspirierend kreativen Standortes der Treibstoff der fka. Ideen, Innovationen und einzigartige Methodenkompetenz werden zu fundierten und abgesicherten Lösungen geformt, die den Kunden der fka bei vielfältigen Fragestellungen den notwendigen Vorsprung verschafft.

Ein komplettes Dienstleistungsspektrum, das von der Beratung und Konzeption über die Simulation und Konstruktion bis hin zum Prototypenbau und zur experimentellen Erprobung reicht, bildet hierbei die Grundlage.

Mit dem Leitspruch „creating ideas & driving innovations“ hat das Team schon jetzt die Mobilität der Zukunft stets vor Augen.

Aus dem Silicon Valley nach Aachen

Der Führungswechsel bei der fka GmbH, dem Innovator der Automobilindustrie, soll das Unternehmen weiter auf Wachstumskurs halten. Die Erfahrungen des neuen Geschäftsführers aus dem Silicon Valley werden für Innovationsthemen wie dem automatisierten Fahren ein entscheidender Erfolgsfaktor sein.

Aachen, 03. Februar 2020: Nach elf erfolgreichen Jahren als Geschäftsführer der fka GmbH möchte sich Dr. Markus Bröckerhoff neuen Aufgaben und Herausforderungen stellen. In seiner sehr erfolgreichen Zeit als Geschäftsführer hat er den Umsatz und die Mitarbeiterzahl der fka GmbH vervielfacht und das Unternehmen sowohl fachlich als auch wirtschaftlich für die Zukunft der Mobilität gerüstet.

Als ehemaliger RWTH Aachen Student und wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Institut für Kraftfahrzeuge der RWTH Aachen kommt Herr Kotte nun auf der Position des neuen Geschäftsführers zurück nach Aachen.

Herr Kotte hat während seiner Zeit als CTO der fka SV Inc. den Aufbau der Tochtergesellschaft begleitet und wertvolle Erfahrungen im Silicon Valley sammeln dürfen. Besonders in den Bereichen automatisiertes Fahren und aktive Sicherheit hat er sich in diesem Umfeld einen Namen machen können. 2018 wechselte er zur Ford Motor Company in den Bereich „Automated Driving Europe“.

Der Beirat der fka GmbH um Prof. Dr. Lutz Eckstein freut sich, Herrn Kotte als zukünftigen Geschäftsführer gewinnen zu können. „Mit Jens Kotte haben wir eine innovative, zukunftsorientierte und außergewöhnliche Persönlichkeit gewonnen, die mit der fka GmbH den nächsten Schritt gehen wird. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit“, sagte Prof. Dr. Lutz Eckstein, Beiratsvorsitzender der fka GmbH und Leiter des Instituts für Kraftfahrzeuge.

Als Geschäftsführer der fka GmbH wird Herr Kotte das Unternehmen in die Zukunft führen und gemeinsam mit allen Beschäftigten die Mobilität von morgen gestalten. Jens Kotte wird im Kontext zukünftiger Mobilität ein besonderes Augenmerk auf die Automatisierung sowie die E-Mobilität legen und das Unternehmen in diesen Themenfeldern noch stärker und breiter aufstellen.

„Die fka hat nicht nur die Möglichkeit, sondern auch das Know-how, die Infrastruktur und die Erfahrung, um zielstrebig und nachhaltig die Zukunft der Mobilität zu gestalten. Ich freue mich auf eine spannende und herausfordernde Zeit, in der ich das Unternehmen den entscheidenden Schritt in die Zukunft führen möchte“, so Jens Kotte zu seiner neuen Rolle als Geschäftsführer der fka GmbH.

Besonders erfreulich ist es, dass Herr Dr. Bröckerhoff der fka erhalten bleibt. In der Position als Leiter der Unternehmensentwicklung ist er sich sicher, in Zukunft die fka GmbH und Herrn Kotte am besten unterstützen zu können.

Drohnen unterstützen die Validierung von Funktionen des autonomen Fahrens

  • Auf dem diesjährigen Aachener Kolloquium Fahrzeug- und Motorentechnik präsentiert fka Methoden zur Absicherung des vernetzten und automatisierten Fahrens
  • Der Schwerpunkt liegt auf der Erzeugung naturalistischer Verkehrsdaten mithilfe von Drohnen.
  • fka bündelt ihr Leistungsspektrum rund um die für die Entwicklung und Absicherung von Funktionen des automatisierten Fahrens erforderlichen Daten unter dem Namen „levelXdata“.

Das automatisierte Fahren ist eine der Schlüsseltechnologien für die Mobilität der Zukunft. Es trägt zur Steigerung der Verkehrs- und Energieeffizienz bei, doch vor allem können Funktionen des automatisierten Fahrens einen wesentlichen Beitrag zur Unfallverhütung leisten.

Die Grundlage für die Entwicklung von Funktionen für automatisiertes Fahren ist eine Datenbank mit verschiedenen Verkehrsszenarien

Daher hat fka eine Datenbank aufgebaut, um der Automobilindustrie die Nutzung relevanter Verkehrsszenarien für die Entwicklung und Absicherung des automatisierten Fahrens zu ermöglichen. Zu diesem Zweck werden Daten aus verschiedenen Quellen wie Unfalldatenbanken, Simulationen, Daten von mit Sensoren ausgestatteten Fahrzeugen – und nun auch von Drohnen – zunächst harmonisiert und anschließend innerhalb einer einheitlichen Prozesskette weiterverarbeitet.

Von Drohnen erfasste Verkehrsdaten bieten viele Vorteile

Die heutige Verkehrsdatenerfassung durch mit Sensoren ausgestattete Fahrzeuge ist mit einer Reihe von Nachteilen verbunden. Das Fahrzeug kann stets nur die jeweilige Situation in seiner unmittelbaren Umgebung erfassen. Dies erfordert Tausende von Fahrkilometern, um eine relevante Anzahl unterschiedlicher Verkehrssituationen zu erfassen.

Zudem beeinflussen Forschungsfahrzeuge mit auffälligen Sensoren das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer und damit die Qualität der Daten. Mit einer Drohne lassen sich diese typischen Einschränkungen etablierter Methoden zur Verkehrserfassung vermeiden und Tausende Kilometer an Fahrzeugdaten in kürzester Zeit erfassen.
Drohnen-Datensätze verschiedener Verkehrsszenarien verfügbar

Die Fahrbahn jedes Fahrzeugs, einschließlich Fahrzeugtyp, Größe und Manöver, wird automatisch aus den erfassten Daten extrahiert. Durch den Einsatz modernster Algorithmen liegt der Positionsfehler in der Regel unter zehn Zentimetern. Obwohl die Datensätze für die Sicherheitsvalidierung hochautomatisierter Fahrzeuge erstellt wurden, eignen sie sich auch für viele andere Aufgaben wie die Analyse von Verkehrsmustern oder die Parametrisierung von Fahrermodellen.

Die von fka entwickelten Datensätze bieten naturalistische Fahrzeugbahnen aus verschiedenen Verkehrsszenarien. Derzeit sind Drohnen-Datensätze von Autobahnen, städtischen Kreuzungen und Kreisverkehren verfügbar, die in Deutschland und den USA aufgezeichnet wurden. Weitere Länder und Verkehrsszenarien sind in Vorbereitung. Die Daten umfassen mittlerweile mehr als 110.000 Datensätze.

Dank des Situationsbewusstseins lässt sich die funktionale Zuverlässigkeit automatisierter Fahrfunktionen in geeigneten Testumgebungen analysieren. Durch die Darstellung relevanter Fahrszenarien in hochdynamischen Fahrsimulatoren oder auf Teststrecken wie dem Aldenhoven Testing Center ist es möglich, reale Fahrtests mit einer anschließenden Validierung per Simulation zu kombinieren.

„levelXdata“ bietet ein komplettes Dienstleistungspaket zur Absicherung automatisierter Fahrfunktionen

Unter levelXdata bündelt fka seine Kompetenzen zur Validierung aller Phasen des automatisierten Fahrens. Von der Erfassung von Verkehrsdaten mithilfe von Drohnen oder Fahrzeugen über die Extraktion der Fahrwege aller Verkehrsteilnehmer bis hin zur Nutzung der Ergebnisse als Szenarien zur Absicherung automatisierter Fahrfunktionen.

Weitere Informationen zu levelXdata finden Sie unter levelxdata.fka.de

Forschungsprojekt Pegasus liefert wichtige Methoden zur Absicherung des Automatisierten Fahrens

Aachen, den 14.05.2019. Das Automatisierte Fahren ist eine der Schlüsseltechnologien für die Mobilität der Zukunft. Es steigert die zukünftige Verkehrs- und Energie-Effizienz, in erster Linie aber können automatisierte Fahrfunktionen einen großen Beitrag zur Unfallvermeidung leisten.

Eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung solcher Systeme ist die Definition einer einheitlichen Bewertung und Absicherung automatisierter Fahrfunktionen. Durch die Entwicklung einer durchgängigen Gesamtmethode zur Freigabe von automatisierten Fahrfunktionen hat PEGASUS einen neuen Bewertungsstandard geschaffen. Damit liefert PEGASUS einen wichtigen Beitrag für die spätere Zulassung automatisierter Fahrzeuge.

Datenbank mit unterschiedlichen Verkehrsszenarien liefert die Basis

Als PEGASUS-Projektpartner entwickelte die fka eine Datenbank, mit deren Hilfe relevante Verkehrsszenarien für die Absicherung automatisierter Fahrfunktionen für Wirtschaft und Wissenschaft nutzbar gemacht werden. Hierzu wurden Daten aus unterschiedlichen Quellen (Feldversuche, Unfalldatenbanken, Simulation, etc.) zunächst gesammelt, harmonisiert und anschließend mit einer einheitlichen Prozesskette weiterverarbeitet.
Auf diese Weise können Testspezifikationen für die Freigabe von hochautomatisierten Fahrfunktionen, basierend auf einer Clusteranalyse der in der Datenbank gespeicherten, konkreten Verkehrssituationen, abgeleitet werden.
Der große Vorteil: Verkehrsszenarien müssen im Absicherungsprozess nicht jedes Mal durch eine hohe Zahl an Testkilometern erzeugt werden. Die Funktionssicherheit kann so direkt in geeigneten Versuchsumgebungen analysiert werden

Die Datenbank liefert dadurch einen wichtigen Beitrag zu Erreichung eines der PEGASUS-Hauptziele: Die Schaffung einer herstellerübergreifenden Methode zur Absicherung hochautomatisierter Fahrfunktionen.

Zum Forschungsprojekt PEGASUS

PEGASUS steht für Projekt zur Etablierung von generell akzeptierten Gütekriterien, Werkzeugen und Methoden sowie Szenarien und Situationen zur Freigabe hochautomatisierter Fahrfunktionen. Die Partner im Verbundprojekt entwickeln im Zeitraum Januar 2016 bis Juni 2019 allgemein akzeptierte Methoden und Werkzeuge für die Absicherung hochautomatisierter Fahrzeugfunktionen.

Partner in dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projekt sind: Audi AG, ADC Automotive Distance Control Systems GmbH, BMW Group, Continental Teves AG & Co. oHG, Daimler AG, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., fka GmbH, iMAR Navigation GmbH, IPG Automotive GmbH, Opel Automobile GmbH, QTronic GmbH, Robert Bosch GmbH, Technische Universität Darmstadt- FZD, TraceTronic GmbH, TÜV SÜD Auto Service GmbH, VIRES Simulationstechnologie GmbH und Volkswagen AG.

Weitere Informationen finden Sie unter www.pegasusprojekt.de

Erleben Sie revolutionäre Steuerungskonzepte hautnah – fka gewährt einen Einblick in die Zukunft des autonomen Fahrens

Aachen, 08.10.2018. Auf dem diesjährigen Aachener Kolloquium Fahrzeug- und Motorentechnik präsentiert fka mit seinem Konzept „Surf & Curve“ einen revolutionären Ausblick auf die Zukunft des Automobils. Im Mittelpunkt steht dabei das Zusammenspiel zwischen Fahrer und Fahrzeug. Auf diese Weise bietet fka konkrete Lösungen für die Herausforderungen des automatisierten Fahrens.

Zunehmende Vernetzung und steigender Automatisierungsgrad sind die Haupttreiber zukünftiger Entwicklungen. Sie verändern sowohl die Fahrzeuge als auch das Fahrerlebnis im Rahmen der zukünftigen Mobilität grundlegend. Dies wirkt sich auch auf Geschäftsmodelle aus. Die umfassende und herausragende Erfahrung von fka trägt dazu bei, zukünftige Anforderungen mit kreativen Ideen und Innovationen zu erfüllen. Durch die Kombination unserer umfassenden Fahrzeugkompetenz mit interdisziplinären Partnern bieten wir ganzheitliche Lösungen an.

Besucher des fka-Standes können live erleben, wie einfach die Interaktion zwischen Fahrer und Fahrzeug trotz der Komplexität automatisierter Funktionen aussehen kann. Das gemeinsam mit dem Zulieferer BCS Automotive Interface Solutions entwickelte Konzept „Surf & Curve“ wirft einen Blick in die Zukunft und bietet revolutionäre Bedienkonzepte. Sie eröffnen völlig neue Möglichkeiten der Interaktion zwischen Fahrer und Fahrzeug beim manuellen Fahren, liefern aber auch Antworten auf die Herausforderungen des automatisierten Fahrens.

Auch wenn das „Surf & Curve“-Fahrzeugmodell futuristisch wirkt: Hinter allen Ideen zur Interaktion von Mensch und Technik (Human-Machine-Interaction, HMI) stehen bereits erprobte Lösungen, die im nächsten Schritt prototypisch auf die Straße gebracht werden.

Der Nutzer steht stets im Mittelpunkt der Entwicklung des gesamten Projekts. Daher erfolgte die Entwicklung nicht nur mit Experten, sondern auch mit repräsentativen Gruppen von Testpersonen. Zu diesem Zweck kamen ein statischer und ein hochdynamischer Fahrsimulator sowie Fahrten auf der Teststrecke zum Einsatz. Ziel war es, sicherzustellen, dass das Fahrzeug so intuitiv, übersichtlich und sicher wie möglich bedient werden kann.

Das als „Mock-Up“ bezeichnete Fahrzeugmodell umfasst „Drive Sticks“ mit einem innovativen Touch-Mouse-Hover-Konzept, ein „Periscope“ als Spiegelersatzsystem mit einer von der Kopfposition abhängigen Anzeige, ein „Comfort Control Panel“ als zentrales Bedienelement für Sitz- und Klimakomfort, einen innovativen Klimaaktuator mit Infrarotstrahler und Pellet-Elementen, einen aktiven „Turning Seat“ als Verbindungselement zwischen manuellem und automatisiertem Fahren, ein auf Infrarotsensoren basierendes System zur Ermittlung der Fahrerposition, zur Komfortautomatisierung und zur physiologischen Überwachung, ein situationsabhängig verfügbares, per Touch bedienbares Unterhaltungssystem sowie das „Guidance Display“ als Weiterentwicklung eines herkömmlichen Kombiinstruments.

Einzigartig am Projekt „Surf & Curve“ ist die große Anzahl der in diesem Mock-up integrierten Bedienkonzepte, die durch die konsequente Einbindung von Aktuatoren und Fahrsimulation direkt am Stand erlebt werden können.

Auf der Kolloquium-Teststrecke können Besucher das fka-Virtual-Reality-Testsystem (VR) HyPER XiL live erleben. Das System besteht aus einer Kopplung verschiedener modernster Simulationswerkzeuge wie CarMaker und Vissim. Zudem lassen sich ein VR-Fußgängersimulator und das fka-Testfahrzeug interaktiv in Echtzeit integrieren, sodass jedes der Elemente Umgebung, Fahrzeug, Fahrer, Fußgänger und umgebender Verkehr entweder virtuell oder real in der Testumgebung verfügbar ist.

Eine weitere fka-Exponate erwartet die Besucher direkt vor dem Kongresszentrum: das Konzeptfahrzeug SpeedE. Das elektrisch angetriebene Fahrzeug kombiniert ein „Steer-by-Wire“-System, das einen Lenkwinkel von bis zu 90° ermöglicht, mit einem innovativen Steuerungskonzept: Der Fahrer steuert das Fahrzeug mithilfe sogenannter Side-Sticks anstelle eines Lenkrads – eine in der Luftfahrt bereits etablierte Steuerungsmethode. Dank seiner Architektur und offener Schnittstellen bildet das SpeedE eine ideale Plattform, um neue Entwicklungen auch in den Bereichen Antriebsstrang, Thermomanagement und automatisiertes Fahren schnell zu integrieren und zu testen. In diesem Jahr zeigt das SpeedE die Integration eines redundanten Steuerungssystems für die Kurshaltung. Der nächste Schritt besteht darin, das Fahrzeug mit verschiedenen Sensorprinzipien auszustatten, um sicheres automatisiertes Fahren zu ermöglichen.

Studie zur Verwertung von Mobilitäts- und Infrastrukturdaten zeigt die Voraussetzungen und Potenziale für Datenplattformen auf

Studie zur Verwertung von Mobilitäts- und Infrastrukturdaten zeigt die Voraussetzungen und Potenziale für Datenplattformen auf

Aachen, 31. Juli 2018. Die zunehmende Vernetzung von Fahrzeugen und Infrastruktur bewirkt einen signifikanten Anstieg der verfügbaren Mobilitäts- und Infrastrukturdaten. Dies erfordert technische und wirtschaftliche Lösungen zur unternehmensübergreifenden Verwertung der Daten.

Im Auftrag der Begleitforschung zum Technologieprogramm „IKT für Elektromobilität III“ des BMWi wurden von der fka in Abstimmung mit dem VDE innerhalb der Studie „MobIDat€n“ die wirtschaftlichen Verwertungsmöglichkeiten für Mobilitäts- und Infrastrukturdaten im Kontext der Elektromobilität untersucht.

Durch die Digitalisierung und der zunehmenden Vernetzung von Gegenständen (Internet of Things) mit integrierter Sensorik, Aktuatorik und Elektronik gewinnen Daten zunehmend auch als eigenes Element der Wertschöpfung an Bedeutung. Dadurch rückt ihre wirtschaftliche Verwertung in den Fokus. Eine unternehmensübergreifende wirtschaftliche Verwertung dieser Daten ist derzeit in der Automobilindustrie im Gegensatz zu anderen Industrien nur eingeschränkt möglich.

Noch fehlen die Voraussetzungen für den Aufbau einer Datenökonomie für Fahrzeug-, Mobilitäts- und Infrastrukturdaten.

Der Datenzugang ist für Unternehmen, die großes wirtschaftliches Interesse an der Nutzung dieser Daten aufweisen, zurzeit stark limitiert und auf wenige Akteure konzentriert. Auch fehlen die wirtschaftlichen Anreize zur Schaffung von Schnittstellen zu potenziellen Datenverwendern auf Seiten der Datenerheber. Ein Grund hierfür ist die fehlende Kenntnis über weitere, mögliche Anwendungsfelder der Daten. Darüber hinaus fehlen die Transparenz, welcher Akteur im Besitz welcher Daten ist sowie die Bewertungsmethoden für Mobilitäts- und Infrastrukturdaten. Dies erschwert die wirtschaftliche Verwertung zusätzlich.

Für den Handel mit Daten sind funktionierende Austauschplattformen und Marktplätze erforderlich.

Ohne den Aufbau neuer Austauschplattformen und Marktplätze wird der freie Handel mit Daten nicht gelingen. Doch dazu müssen die wesentlichen technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Datennutzung zunächst erfasst werden. Erst dies ermöglicht die Vorstrukturierung eines Datenmarktplatzes.

Die Studie der fka vergleicht den Idealtypen eines Akteurs getriebenen Marktplatzes mit dem eines offenen Markplatzes. Diese wurden zuvor als mögliche Ausprägungsformen für den Verkehrssektor identifiziert. Abschließend werden zwei Entwicklungsszenarien aufgestellt. Sie zeigen das Spektrum zwischen einem primär marktgetriebenen und einem stark regulativ geprägten Ansatz auf.

„Marktorientiertes Entwicklungsszenario“: Aktivitäten von Einzelunternehmen als Treiber für die Entwicklung von Marktplätzen

Im rein marktorientierten Szenario wird eine deutliche Konzentration der technologischen Kompetenzen und der Technologieentwicklung bei einzelnen Unternehmen angenommen. Durch die Besetzung der Wertschöpfungsstufen durch diese Unternehmen und die Verknüpfung der Zugangsmöglichkeiten zu den datenbasierten Diensten wird ein Datenzugang für Dritte erschwert. Diese Rahmenbedingungen begünstigen die Entwicklung von zentralisierten Plattformstrukturen mit dominanten Einzelakteuren. Durch die eindeutigen Verantwortlichkeiten für den Betrieb der Plattform und die zentrale Koordination können Änderungen und Erweiterungen sehr schnell umgesetzt werden.

„Regulatives Entwicklungsszenario“: starker Einfluss von politischen und gesetzlichen Vorgaben auf die Entwicklung von Marktplätzen

Im rein regulativen Szenario wird eine vergleichsweise breite technologische Kompetenzverteilung unterstellt, die sich auf eine Vielzahl von Unternehmen unterschiedlicher Größenordnungen verteilt. Dadurch entsteht ein Wettbewerb an Geschäftsmodellen mit offenen Wertschöpfungssystemen, die eine Integration von Dritten erleichtern. Die Heterogenität der Akteure und Plattformen erschwert jedoch die Übersicht für potenzielle Datenverwender und führt zu einer hohen Marktkomplexität. Zudem wirkt der regulative Rahmen womöglich einschränkend auf die Entwicklung und kann Innovationsprozesse verlangsamen. Andererseits fördert die Koexistenz von Marktplätzen den Wettbewerb und hat einen positiven Einfluss auf Innovationen.

Eine nur abwartende und reaktive Strategie ist bei der Gestaltung von Austauschplattformen und Marktplätzen in keinem der potentiellen Zukunftsszenarien erfolgsversprechend.

Insgesamt weisen beide Varianten der Marktplätze spezifische Vor- und Nachteile auf und unterstützen die Umsetzung von neuen Anwendungen auf der Basis von Mobilitäts- und Infrastrukturdaten. Aus der Perspektive der Studienautoren existiert keine eindeutige Präferenz für eine Variante. So ist bei amerikanischen und asiatischen Unternehmen insgesamt eine Tendenz in Richtung zentralen und akteursgetriebenen Plattformen zu erkennen, die auch durch die Marktmacht von Einzelakteuren begründet ist. Grundsätzlich besteht aber die Chance, durch eine aktive und zielgerichtete Gestaltung der Rahmenbedingungen die Entwicklung maßgeblich mitzugestalten und Nachteile zu kompensieren.

Die Studie wurde im Rahmen der durch den VDE betreuten Fachgruppe „Daten, Services, Plattformen“ der Begleitforschung zum Technologieprogramm „IKT für Elektromobilität III: Einbindung von gewerblichen Elektrofahrzeugen in Logistik-, Energie- und Mobilitätsinfrastrukturen“ des BMWI erstellt. Hier gelangen Sie zur Publikation der Studie, dort kann sie kostenfrei heruntergeladen werden.

fka startet Benchmarking-Analyse des Tesla Model 3

Das Interesse der Automobilbranche am Model 3, dem ersten Tesla für den Massenmarkt, ist besonders groß. Die fka bietet mit der nun startenden Benchmarking-Analyse exklusive Einblicke in die Technik des Model 3 – deutlich vor der Markteinführung in Europa und zugänglich für alle interessierten Unternehmen. Das Benchmarking des Tesla Model 3 setzt die Schwerpunkte auf detaillierte funktionale Analysen in den Bereichen Fahrerassistenz, Fahrdynamik, Akustik sowie Antriebsstrang und Elektrik/Elektronik. Erste Ergebnisse stehen bereits zur Verfügung.

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